Hall of Fame of the Digital Age Nr. 49 - Sally Floyd

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Aller Ehren wert

Jeder Pendler kennt das Problem: Ob im Auto, auf dem Fahrrad oder als Fahrgast der S-Bahn – zu bestimmten Zeiten ist die Gefahr groß, an Kreuzungen oder Umsteigestationen festzustecken, weil zu viel Verkehr ist. Das Gleiche passiert auch im Internet, aber nur selten. Dank der Stauvermeidung durch Sally Floyd.

Zur Person

Sally Floyd kommt aus der Soziologie. 1971 hatte sie ihren Abschluss an der Universität Berkeley gemacht, wechselte dann aber zur Informatik, ebenfalls in Berkeley, wo sie bis zur Pensionierung im Jahr 2009 blieb. Berühmt wurde sie für ihre Arbeit zur Vermeidung von Datenstau. Dieser tritt vorzugsweise an Knoten eines Computernetzwerks auf, die viele Signale verarbeiten müssen. Die Signale geraten in eine Warteschlange, die nur langsam abgearbeitet wird und durch nachkommende Nachrichten immer länger wird.

Floyd entwickelte das RED-Verfahren (Random Early Detection), um die Warteschlangen zu verkürzen. Dabei werden beispielsweise die Senderaten verringert. Ohne solche Methoden wäre das hohe Datenaufkommen im Internet, das zunehmend von mobilen Anwendungen belastet wird, kaum noch zu beherrschen.

Gut zu wissen

Mittlerweile wird zunehmend über Internetverbindungen telefoniert. In den dafür nötigen Routern steckt fast immer RED-Technik

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