Hall of Fame of the Digital Age Nr. 43 - Ronald Rivest, Adi Shamir, Leonard Adlemann

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Aller Ehren wert

Die drei Computerwissenschaftler haben gemeinsam ein Verfahren zum Verschlüsseln von Daten sowie für digitale Signaturen erfunden. Ausgehend von den Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen heißt es RSA-Algorithmus.

Zu den Personen

Die Mathematiker Rivest (geboren 1947 in Schenectady/New York), Shamir (geboren1952 in Tel Aviv) und Adleman (geboren 1945 in San Francisco) trafen sich Ende der Siebzigerjahre am Massachusetts Institute of Technology in Boston. Gemeinsam wollten sie eine 1976 veröffentlichte Theorie zur Verschlüsselung widerlegen. Das gelang ihnen, sie arbeiteten weiter und entwickelten schließlich den RSA-Algorithmus.

Grundlage ist eine asymmetrische Verschlüsselung. Stellen wir uns zwei MailPartner vor, die weit voneinander entfernt wohnen: Adele und Ben. Schickt Adele einen verschlüsselten Text, braucht Ben einen Schlüssel, um ihn zu entziffern. Diesen sollte keiner abfangen können. Also erzeugt Bens Computer ein Schlüsselpaar, einen privaten und einen öffentlichen. Letzteren schickt er Adele, sie chiffriert damit ihren Text und sendet ihn an Ben. Um den Text zu lesen, benötigt man aber den privaten Schlüssel - und den hat nur Ben. Voilà.

Um ein Schlüsselpaar zu erzeugen, verwendet der Computer zwei sehr große Primzahlen. Stark vereinfacht: Er multipliziert sie miteinander und generiert so den öffentlichen Schlüssel. Der private Schlüssel besteht aus den beiden Primzahlen selbst - die aber nur Bens Computer kennt. Aus dem öffentlichen Schlüssel (das Produkt der Primzahlen) lassen sich diese beiden ursprünglichen Faktoren kaum ermitteln. Wegen der enormen Größe der Zahlen ist das nur mit extremem Rechenaufwand zu schaffen, wenn überhaupt. Das macht RSA so sicher.

Mithilfe großer Quantencomputer jedoch wird das Zerlegen in Primfaktoren in kurzer Zeit gelingen. Wenn es eines Tages solche Quantenrechner gibt, dann ist die Sicherheit dahin.

Gut zu wissen

Rivest, Shamir und Adleman gründeten 1982 das Unternehmen RSA Data Security, um ihre Erfindung zu vermarkten. Angeblich hat der US-Geheimdienst NSA mehrfach versucht, die Ausbreitung der Technologie zu behindern. 1996 verkauften sie die Firma für 251 Millionen Dollar.

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