Hall of Fame of the Digital Age Nr. 50 - Donald Knuth

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Aller Ehren wert

Programmieren ist eine Kunst! Sagt der US-Mathematiker Donald Knuth und begründet das mit seinem Standardwerk „The Art of Computer Programming“, das ständig erweitert wird. Und für das er ein Schriftsatzprogramm ersann, damit der Text gefälliger daherkommt.

Zur Person

Knuth, geboren 1938 in Milwaukee, ist ein Mann der Sprache. Bereits in der 8. Klasse überzeugte er bei einem Wettbewerb, wo es darum ging, möglichst viele Worte zu bilden mit Buchstaben, die in „Ziegler's Giant Bar“ vorkommen. Die Jury hatte 2500 Varianten auf der Liste, Knuth fand mehr als 4500.

Er begann ein Physikstudium am Case Institute of Technology. Nachdem er bemerkte, dass Experimente nicht gerade sein Ding sind und er ein mathematisches Problem eines Professors löste, wechselte er zur Mathematik. Mit 20 entwickelte er ein System, mit dem der Basketballtrainer jeden Spielers analysieren konnte – was zum Sieg in der Liga führte.

Es folgte eine Wissenschaftskarriere am California Institute of Technology, in Princeton und Stanford. Dort war er „Professor of the Art of Computer Programming“. Der Name dieser Professur geht zurück auf das Werk, dessen ersten Band Knuth 1968 veröffentlichte.

Er plädierte stets dafür, Computerprogramme sorgfältig zu formulieren, ähnlich literarischen Texten. Seine Akribie ist legendär: Wer einen Fehler in seinen Büchern findet, erhält einen „hexadezimalen Dollar“, also 2,65 Dollar (100 hexadezimal entspricht 256 dezimal). Er stellte bisher nur wenige Schecks aus.

Auch die Darstellung der Codes und Formeln in seinen Werken hielt er für unzureichend. Mitte der Siebzigerjahre entwickelte er das Schriftsatzprogramme „Metafont“ und „TeX“, um das Erscheinungsbild zu verbessern. Sie sind Basis für das noch heute verbreitete „LaTeX“.

Die Arbeit an seinem Lebenswerk geht weiter. Aktuell hat Knuth den ersten Teil von Band 4B veröffentlicht. Geplant sind sieben Bände.

Gut zu wissen

Wenn Knuth nicht gerade an seinem Sammelband schreibt, verfasst er Wort- und Buchstabenspiele für „Word Ways: Journal of Recreational Linguistics“.

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